Soziale Netzwerke
Das virtuelle Ich

Wer kennt sie nicht, die vielen virtuellen Treffpunkte, die dazu dienen, sich selbst im Netz zu verewigen, Freunde einzuladen, Videos und Musik zu posten, anderen auf die Pinnwand zu schreiben, seine Favoriten mit "gefällt mir" zu markieren, sich Nachrichten zu schreiben und coole Fotos hochzuladen.
Eigentlich eine super Sache. Das A und O in einem sozialen Netzwerk ist das eigene Profil. Beim Erstellen des eigenen Profils sollte man einiges beachten:
- Was gebe ich von mir bekannt und was nicht?
- Wer sind meine Freunde?
- Was ist auf den Fotos, die ich ins Netz lade, zu sehen?
Soziale Netzwerke haben so ihre Tücken und funktionieren nur dann gut, wenn man sich an die Spielregeln hält.
Freundesanfragen
Ist man in einem Netzwerk angemeldet, geht es darum, Freunde zu finden und einzuladen. Mit viel Glück findet man seine Freunde schnell oder erhält Einladungen von anderen. Schau dir die Einladungen, die du bekommst, genau an. Wer steckt dahinter? Möchtest du diese Menschen auch im "wirklichen Leben" als Freunde haben? Einladungen sollte man nur dann bestätigen, wenn man sich sicher ist, dass es sich auch wirklich um einen Freund handelt.
Bedenke, dass jeder, der in deiner Freundesliste steht, alles sehen und lesen kann, was du in deinem Profil veröffentlichst. Das gleiche gilt natürlich auch dann, wenn du Einladungen an andere versendest. Übrigens: Hast du einen Nutzer versehentlich auf deine Freundesliste gesetzt, kannst du ihn auch wieder aus deiner Liste entfernen.
Private Daten schützen
Ein soziales Netzwerk ist erst dann erfolgreich, wenn sich dort möglichst viele Nutzer mit interessanten Profilen versammeln. Aber auch hier gibt es Regeln, die man beachten sollte. Natürlich geht es darum, fair miteinander umzugehen, andere Mitglieder zu respektieren, keine Gewalt darzustellen und keine beleidigenden Dinge zu sagen.
Vor allem gilt aber der Schutz der Privatsphäre: Gib niemals dein Passwort, deine E-Mail-Adresse oder andere private und geheime Informationen bekannt. Deine Adresse und Handynummer solltest du nur an Menschen weiter geben, die du kennst. Sie haben nichts in deinem Profil zu suchen.
Soziale Netzwerke sind öffentliche Räume und du solltest gut überlegen, was du fremden Menschen von dir zeigen möchtest. Dazu kann man in den persönlichen Einstellungen genau festlegen, wer dein Profil sehen darf.
Bilder
Um das eigene Profil möglichst bunt und interessant zu gestalten, kann man Fotos hochladen und ganze Fotoalben anlegen. Diese Möglichkeit wird natürlich gerne genutzt. Eigentlich ist auch nichts dagegen einzuwenden. Jedoch gibt es auch hier wichtige Regeln:
- Es dürfen nur Fotos ins Internet gestellt werden die einem selbst gehören bzw. an denen man die Rechte besitzt. Das Foto von der Lieblingsband, ein Bild aus dem Internet oder das Cover einer CD ist tabu. Das ungefragte Hochladen solcher Bilder verstößt gegen das Urheberrechtsgesetz und hat Folgen.
- Wenn auf einem Foto außer dir noch Freunde oder andere Menschen zu sehen sind, musst du sie um Erlaubnis fragen.
- Fotos, auf denen man selbst oder Freunde in peinlichen oder unglücklichen Situationen zu sehen sind, gehören nicht ins Internet. Und damit auch nicht in dein Profil.
Private Daten wie Telefonnummern, Adresse, Geburtsdatum und Passwörter gehören nicht ins Internet.
Andere zu respektieren, ist in sozialen Netzwerken genauso wichtig, wie im echten Leben.
Achte darauf wie du dich selbst darstellst. Du solltest keine unbedachten Äußerungen von dir geben und keine peinlichen Fotos ins Netz stellen.
Bevor du Freundschaftsanfragen annimmst, solltest du sie prüfen. Du kannst nicht wirklich wissen, wer sich hinter einem Profil verbirgt.
Triff dich nicht mit fremden Personen, die du in einem sozialen Netzwerk kennengelernt hast. Denn manche von ihnen schwindeln über ihre wahre Identität.